Wirtschaft in China
Sieht man sich heute die Wirtschaft und die wirtschaftliche Entwicklung Chinas an, dann kann man es kaum fassen, dass die diesem Land in den letzten 20, 30 Jahren das geschafft hat, wozu viele Entwicklungsstaaten entweder wesentlich mehr Zeit benötigen oder was den meisten von ihnen bislang verwehrt blieb:

1. eine rasante wirtschaftliche Aufholjagd
2. die Eroberung eines soliden Platzes unter den Top 10 der Weltwirtschaft in vielen Bereichen und
3. eine enorme Steigerung des Lebensstandards einiger Millionen Menschen im bevölkerungsstärksten Land der Welt

Chinas Weg an die Spitze

Die rasante wirtschaftliche Entwicklung Chinas begann nach dem Tod von Mao Zedong, in dem es seinem Nachfolger Deng Xiao Ping gelang einen wirtschaftlichen Reformkurs in Gang zu setzen und die Hinterlassenschaften der wirtschaftlichen Verwüstungen seines Vorgängers systematisch versuchte zu beseitigen.

Deng Xiao Ping musste das Land, das wirtschaftlich ausgeblutet und rückständig war zunächst auf eine solide Grundlage stellen und diese stabilisieren. Es mussten Deviseneinnahmen im ausreichenden Maße erzielt werden. Aber ebenso wichtig war die Motivation der Menschen. Sie mussten erkennen, dass sich ihre Arbeit wieder lohnt und man davon leben kann.

Aus dieser Überlegung heraus wurde die einstige Kollektivierung der Landwirtschaft wieder zurückgenommen, d.h. so genannten Zwangskommunen wurden durch traditionelle Dorfgemeinschaften ersetzt. Bauern durften wieder aus den produzierten Überschüssen persönliche Gewinne erzielen.

Aber auch in den Städten musste etwas getan werden. So wurden Sonderwirtschaftszonen in einigen Städten der Küstenregionen geschaffen, in denen andere Gesetze als im übrigen China galten. Als sich die ersten Erfolge einstellten kamen auch ausländische Investoren, die sich zunächst in diesen Zonen ansiedelten und dann begannen in China zu investieren und später zu produzieren. Um Raubrittertum und das Ausplündern des Landes zu vermeiden, wurden ausländische Investoren durch eine überlegte Gesetzgebung mit chinesischen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Vorteil für die chinesischen Unternehmen: durch ausländische Partner kamen moderne Technologien und Verfahren ins Land, die Chinesen lernten schnell und waren bald in der Lage eigenständig auf einem sehr hohen Niveau zu produzieren und sie lernten erstmals in der Geschichte ihre Mitarbeiter nicht nur zwangs zu rekrutieren sondern diese über Jobportale zu suchen, eines dieser Portale finden Sie hier: http://www.jobintime.com - dort sucht man speziell im deutschen Raum nach Arbeitskräften. Dies hat sich als ein kluger Schachzug auf dem Weg zum wirtschaftlichen Erfolg erwiesen und im Gegendsatz zu anderen Entwicklungsländern hat China es verstanden, sich nicht den westlichen Investoren und ihren Interessen zu unterwerfen, sondern deren Know-How zum seinem Vorteil zu nutzen. Unter Wirtschaftsexperten wird sogar diese Praxis als das eigentliche Geheimnis für den rasanten Wirtschafserfolg der Volksrepublik China gesehen.

Und die chinesische Regierung nutzte sehr geschickt das ungemein wichtige Potenzial Mensch, in dem sie gleichzeitig damit begann Auslandsstipendien an besonders begabte Studenten zu vergeben um diese an den besten Universitäten der Welt studieren zu lassen und von diesem Wissen später für die eigene Wirtschaft zu profitieren.

Im Laufe der 80er und 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurden die Zahl der Sonderwirtschaftszonen erhöht und Sonderentwicklungsgebiete wurden geschaffen, so dass sich heute an der gesamten Süd- und Ostküste Chinas boomende Handels- und Industriestädte zu finden sind.

Aber wie immer im Leben, so ist dort wo Licht ist auch Schatten. Den erfolgreichen Industriestädten auf der einen Seite stehen extrem rückständige Regionen in Zentral-, Nord- und Westchina gegenüber, die von diesem wirtschaftlichen Aufschwung nicht profitieren konnten und die scheinbar völlig vergessen wurden. Verständlich, dass sich immer mehr Menschen aus diesen gebieten auf den Weg in die florierenden Städte machen um dort vom Wohlstand der Industrienation China zu profitieren.

Derzeit bemüht sich die chinesische Regierung dieser Abwanderung aus den rückständigen ländlichen Teilen mit gezielten Projekten zur wirtschaftlichen Erschließung der Regionen und massive Investitionen in die Infrastruktur entgegenzuwirken. Auch hier wird China wieder nach dem längst bewährtem Muster ausländische Investoren auf der einen Seite und chinesische Unternehmen auf der anderen Zeit, die zusammenarbeiten, setzen und die Welt wird in 10, 15 Jahren staunend vielleicht zu Kenntnis nehmen müssen, dass China auch dieses Problem mit der sprichwörtlichen asiatischen Zurückhaltung und Klugheit meistern wird.

Die Wachstumsraten der chinesischen Wirtschaft sind seit nunmehr reichlich 15 Jahren als stabil zu bezeichnen und bewegen sich um die 9-Prozent-Marke pro Jahr. Selbst die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hat Chinas Wirtschaft nicht wirklich ins Schwanken bringen können.

Die Begeisterung für die chinesische Wirtschaft ist bei ausländischen Unternehmen noch immer ungebrochen und auch die eine oder andere warnende und kritische Stimme, dass dies ja nicht ewig so erfolgreich weitergehen kann, kann nicht verhindern, dass es noch immer keine ernsthaften Anzeichen dafür gibt, dass die rasante wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahren an Tempo verlieren könnte oder gar ganz zum Erliegen kommt. China drängt massiv in einige stark umkämpfte Märkte – wie beispielsweise dem Automobilsektor - und ist inzwischen selbst in der Lage eigene Produkte und Technologien zu entwickeln und herzustellen.

Das Wachstumspotenzial der chinesischen Wirtschaft ist noch immer im Vergleich zur westlichen Welt immens.

In den 90er Jahren wuchsen die Verluste in den Staatsbetrieben an und somit beschloss man, dass sich der Staat aus der Mehrheit der chinesischen Staatsbetriebe zurückzieht. Unternehmen mit strategischer Bedeutung verblieben jedoch beim Staat. Die ehemaligen Staatsbetriebe ohne strategische Bedeutung konnten nach diesem Beschluss und dem Rückzug des Staates nun entweder geschlossen oder privatisiert werden. Im Zuge dieser Entwicklung wurden ca. 20 Mio. Menschen freigesetzt und dies stellte den Staat vor bisher völlig unbekannte Probleme. Arbeitslosigkeit sah die Planwirtschaft bis dato nicht vor. Auch hier griff der Staat ein und lenkte einen teil der freigesetzten Mitarbeiter der ehemaligen Staatsbetriebe in Weiterbeschäftigungsprogramme der Regierung. Ein weiterer Teil der ehemaligen Mitarbeiter von Staatsunternehmen fand Arbeit in den Bereichen der Privatwirtschaft, die auch in China eine stetige Entwicklung nimmt.
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