Die Gastronomie in Asien
Die Gastronomie Asiens steckt voller Überraschungen, nicht nur bezüglich der Speisen sondern auch der Sitten. Die Japanar zum Beispiel sind für eine gesunde, wie auch disziplinierte Lebensweise bekannt. Die typisch japanische Esskultur kann man dabei in vielen Restaurants erleben, wo im Gegensatz zur Fastfood-Kultur das Prinzip des Slowfoods gilt. Denn neben Sushi gibt es in Japan unzählige Gerichte, die sich sehr stark von allem, was wir aus unserem Kulturkreis kennen, unterscheiden. Dabei spielt in der Gastronomie in diesem Teil Asien besonders die Höflichkeit eine große Rolle, die in Japan eine große Tugend ist. In China werden die unterschiedlichen Himmelsrichtungen mit Geschmacksrichtungen gleichgesetzt. So soll der Süden eher süß sein, der Norden dagegen salzig, der Osten sauer und der Westen scharf. So unterschiedlich wie die Bezeichnungen sind, ist auch die jeweilige Esskultur in den Regionen. Wenn wir in Europa den Kopf darüber schütteln, dass in China Hunde und Katzen verspeist werden, so ist den wenigsten bewusst, dass dies nicht in allen Gegenden gängig ist. Auch die Chinesen im Norden können die Vorlieben der Südchinesen für Hunde und Katzen nicht verstehen. Essen steht bei den Chinesen auch symbolisch für Lebensfreude und so kann es passieren, dass ein Restaurantbesuch eher einem Besuch in einer kulturellen Einrichtung gleicht und das Kochen zum Spektakel wird.

Wer es dagegen lieber vegetarisch mag, für den könnte Indien die richtige Entscheidung sein. Gemäß dem Glauben der Inder, die meist Bhuddisten oder Hindus sind, wobei es verschiedene Ausprägungen dieser Religionen gibt, ist man in dieser Region normalerweise keine Tiere, da man glaubt, dass jedes Tier, sei es ein Insekt oder ein kleines Säugetier, ein naher verstorbener Verwandter, der wieder geboren wurde, sein könnte. Auch hier zählt, ebenso wie in vielen anderen asiatischen Regionen, Reis zu den Grundnahrungsmitteln und wird oft zusammen mit Gemüse und scharfen Soßen serviert. In Indien ist man dabei gern mal mit den Fingern. In Korea gibt es oft Fisch und Meeresfrüchte zum Essen. Hier und da auch mal roh. Roter Pfeffer ist dabei ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Gerichte, der seinen Weg über Japan in das vom Meer eingeschlossene Land fand. Zu Hauptgerichten wird gängiger Weise oft eine Suppe serviert. Die Gastronomie in diesem Teil Asiens ist nicht nur auf Restaurants beschränkt. Überall trifft mal auf "Straßenkutschen", die kuriose Speisen anbieten. Doch Vorsicht, ein Dolmetscher oder zumindest ein Reisewörterbuch ist ein Muss, wenn man gekochte Larven der Seidenraupe und Schweinedarm mit Reis vermeiden möchte. In Restaurants zeigt sich die Esskultur Koreas von einer anderen Seite. Gerne sitzt man in einer traditionellen Haltung auf dem Boden und isst mit Stäbchen. Auch ist es üblich, als Frau keinen Alkohol einzuschenken und am Ende einer Mahlzeit einen Rest übrig zu lassen, um dem Wirt zu zeigen, dass die Mahlzeit gemundet hat und reichlich war.

Asiens Gastronomie überzeugt durch Vielfalt

Auch in Thailand wird gern Fisch gegessen. Diese Region ist dabei vor allem für kulinarische Einflüsse aus ganz Südostasien bekannt. Ebenso wie in Vietnam gibt es dort diverse Fischsoßen und -pasten, die gerne für die richtige Würze eingesetzt werden.In Indonesien dagegen setzt man mehr auf Gewürze, für die diese Region weltbekannt ist. Reis dient dabei auch in diesen Ländern wie in vielen asiatischen Gegenden als Grundnahrungsmittel. Die Gastronomie in Asien ist also sehr abwechslungsreich und manche Gerichte erfordern eine gehörige Portion Mut, wenn der Kulturkreis aus dem man stammt, eine ganz andere Art von Esskultur aufweist. Dennoch gibt es überall in ganz Asien Restaurants, die auf die speziellen Bedürfnisse der westlichen Besucher eingehen. Daher keine Angst, es gibt für jeden eine alternative Speise, wenn das regionale Angebot dann doch zu kurios ist.
Asien
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